Projektarbeiten

Erschöpfte Wände (Langzeitprojekt)

"Erschöpfte Wände" ist ein Langzeitprojekt rund um das Dorf Lana in Südtirol. Dort findet seit Jahren eine konsequente Veränderung des Dorfbildes durch neue Architektur statt. Die alten Bauernhausfassaden müssen weichen - sie sind müde geworden, sich der Änderung entgegenzustellen. Zerfallen, zerfurcht und verwachsen stellen sie ein Sinnbild unserer Gesellschaft und deren Umgang mit dem Altsein dar. Trotz, oder gerade wegen des Verfalls verfügen die Objekte aber über eine sehr eigene Ausstrahlung. In unregelmäßigen Zeitabständen suche ich dort nach diesen Resten einer verlorengegangenen besseren Welt.

Ghosts (Ausstellungsprojekt, 2010)

„Ghosts“ setzt sich mit dem Thema Mensch in der heutigen Gesellschaft auseinander. Der Titel gibt dabei Hinweis auf die komplexe Struktur des Individuums in unserer Welt. Harte Kontraste gepaart mit Unschärfe stellen die Basiselemente der Bilder dar, die mehr als das bloße Abbild des Menschen sein sollen. Die Konturen des nackten Körpers formen schemenhafte Darstellungen menschlicher Individuen. Das Medium Foto trägt dabei die Hauptverantwortung, aus den surrealen Gebilden Realität werden zu lassen. Die Bilder „Ghosts“ können als isolierte Fragmente einer sich selbst zerstörenden Gesellschaft gesehen werden.

Pola-X (Langzeitprojekt)

"Pola-X" unternimmt den Versuch, unterschiedliche Ort mit jeweils nur acht Bildern zu dokumentieren. Dabei erfolgt die Bildaufnahme mit einer Polaroid Kamera. Bevor ein Ort dokumentiert wird, erfolgt eine Auswahl der Szenen und die Wahl des richtigen Zeitpunktes - die Temperatur während einer Aufnahme beeinflusst den Entwicklungsprozess des Instantfilms ganz erheblich. Die Unzulänglichkeiten der Aufnahmen tragen zur Bildgestaltung und zum Bildausdruck bei. Manchmal unscharf, unter- oder überbelichtet und grobkörnig - der Zufall ist damit wichtigstes gestalterisches Element.

Portraits & Körperformen (Container)

"Portraits und Körperformen" beschäftigt sich inhaltlich mit dem menschlichen Körper. Dabei geht es weniger um die Schönheit, als vielmehr um das Außergewöhnliche. Die Ausarbeitung in Schwarz-Weiß konzentriert den Blick des Betrachters und bildet gleichzeitig einen roten Faden durch die lose Bilderserie. Die Bilder werden in einem sogenannten Container präsentiert und stellen das Produkt zufälliger Begegnungen und Ideen dar. Die Auswahl präsentiert daher immer einen aktuellen Ausschnitt - im Laufe der Zeit wird sich der Container verändern (neue Bilder werden hinzukommen, alte aber auch entfernt werden).

Restsingularität (Buchprojekt, 2015)

"Restsingularität" geht in seinem Ursprung und seiner Idee gut 10 Jahre zurück. Der wohlbekannte Blick in die Kaffeetasse und das Studium des Übriggebliebenen inspirierten und lösten einen Prozess aus, der in den nachfolgenden Jahren zunehmend kreativ umgesetzt wurde. 2014/15 wurde die Kreativität dann durch einen konkreten Projektansatz greifbar und mündete in das vorliegende Buchprojekt. Dabei steht eine völlige Entkoppelung der Bilder und des Abgebildeten von jeglicher vorgegebener Beschreibung oder Interpretation im Mittelpunkt. Der Betrachter soll unabgelenkt bleiben, soll selbst interpretieren.

Surrealografie (Langzeitprojekt)

"Surrealografie" bezeichnet eine Methode, um mit fotografischen Mitteln "unwirkliche" Ergebnisse zu erzeugen. Traumhaftes, Unbewusstes, Absurdes und Phantastisches sind mögliche Merkmale der entstehenden Bilder. Diese "Unwirklichkeit" entsteht aber nicht durch Bildnachbearbeitung, sondern durch eine spezielle Technik des Fotografierens. Dabei wird mit der Kamera über die Umgebung gewischt, so wie ein Maler den Pinsel über die Leinwand zieht. Ziehen und Drehen ermöglichen sehr individuelle Ergebnisse, die bis zu einem gewissen Grad steuerbar, aber auch unberechenbar sind.

Wolken (Langzeitprojekt)

Wolken üben auf mich eine ganz spezielle Anziehungskraft aus. Wild, vor Kraft strotzend oder einfach nur sanft und verletzlich schweben sie am Himmel und sind unantastbar. Die entstehenden Lichtstimmungen sind einzigartig, faszinierend und nicht reproduzierbar. Das Langzeitprojekt "Wolken" dokumentiert unterschiedliche Wolkenkonstellationen zu unterscheidlichen Jahreszeiten und an unterschiedlichen Orten seit vielen Jahren. Dabei handelt es sich um ein extrem dynamisches Projekt - Bilder werden verändert, verworfen oder ergänzt. Das Projekt stellt daher einen offenen Zyklus ohne geplantes Ende dar.